Tagestipps

Mittwoch 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel

Und dann Von Wolfram Höll Erinnerungen an das Leben im Plattenbau Komposition: Tilman Ehrhorn Söhne: Fabian Busch und Florian Lukas Vater: Michael Hanemann Regie: Cordula Dickmeiß Aufnahme des DLR Anschließend: WDR 3 Foyer

Mittwoch 19:05 Uhr SWR2

SWR2 Tandem

Männergewalt - Anwältin Christina Clemm vertritt Frauen vor Gericht Moderation: Frauke Oppenberg Redaktion: Nadja Odeh Sie spricht lieber von geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Frauen. Die sei ein Massenphänomen, sagt Christina Clemm. Es gebe keinen Ort, keine Schicht, kein Alter und keine soziale Situation, in der Frauen nicht Gewalt erlebten. Nun hat sie ein Buch geschrieben. Wut ist der Beweggrund. AktenEinsicht der Titel. Ein Gespräch über Einsichten, zu denen die Juristin nach 25 Jahren Arbeit in deutschen Gerichtssälen gelangt ist, über Ignoranz und Apathie der Gesellschaft in Sachen Gewalt gegen Frauen, strukturelle Probleme bei der juristischen Aufarbeitung, aber auch über Kampfeswille und Zuversicht.

Mittwoch 19:05 Uhr Ö1

Dimensionen

Archivierte Artenvielfalt Das "Museo de la Bio-diversidad" in Panama Stadt Von Michael Marek und Sven Weniger Panama steht für Bauboom, Geldwäsche und den Panama-Kanal. Doch das Land zwischen Nord- und Südamerika - kleiner als Österreich - spielte auch eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Lebens auf der Erde. Vor knapp drei Millionen Jahren stieg der schmale Isthmus aus dem Meer empor und verband Nord- und Südamerika miteinander. Die Tierwelt nutzte die neue Verbindung zum sogenannten "Großen Amerikanischen Faunenaustausch". Und Panama gehört zu den artenreichsten Ländern der Welt - ein Hotspot für Flora und Fauna. Wie es dazu kam, daran will Panama jetzt mit dem "Museo de la Bio-diversidad" erinnern, entworfen von dem kanadisch-amerikanischen Stararchitekten Frank O. Gehry. Ein Rundgang durch das Museum, das nach mehrjähriger Bauzeit jetzt fertiggestellt wurde.

Mittwoch 20:00 Uhr NDR kultur

Hörspiel

Ruf der Wildnis Nach dem gleichnamigen Theaterstück von Sören Vioma basierend auf dem Roman "The Call oft he Wild" von Jack London Komposition: Andreas Bick Regie: Cordula Dickmeiß Mit Nico Holonics NDR 2018 Jack Londons Roman "Ruf der Wildnis" wurde 1903 veröffentlicht und begründete Londons Karriere als Abenteuerromancier. Die Geschichte vom Hund Buck, der aus besten Verhältnissen in Kalifornien nach Alaska entführt wird, um dort als Schlittenhund im Epizentrum des Goldrauschs zu arbeiten, ist eine Parabel auf den Überlebenskampf unter schlimmsten Bedingungen. Als Bucks letzter Herr stirbt, "folgt er dem Ruf, wird was er niemals war, wird Wolf". Was Buck widerfährt, ist die Geschichte einer fatalen, unerbittlich fortschreitenden Entzivilisierung. Weitere Informationen unter ndr.de/radiokunst. 20:00 - 20:05 Uhr Nachrichten, Wetter Hörspiel

Mittwoch 20:04 Uhr HR2

Kaisers Klänge

Glanz auf dem Vulkan - Die Musik der wilden 20er Jahre Moderation: Niels Kaiser Willkommen im Berlin der 1920er Jahre, der aufregendsten Metropole der Welt! Die Stadt ist ein bunter Schmelztiegel voller Künstler und Lebenskünstler.

Mittwoch 20:05 Uhr Bayern 2

Hörspiel

False Memory Von Sandra Doedter Mit Maya Bothe, Bettina Engelhardt, Moritz Führmann und anderen Regie: Thomas Leutzbach WDR 2019 Kann man Erinnerungen manipulieren? Wie sehr können wir unserer Erinnerung trauen? Wissen wir wirklich noch genau, was vor 20 oder 30 Jahren an diesem einen besonderen Tag passiert ist? Oder können bestimmte Einflüsse dazu führen, dass wir uns an etwas ganz Falsches erinnern? Hauptkommissarin Agnes Winkel hat ein Problem: Ihr junger, ehrgeiziger Kollege Jan Schrag rollt alte Mordfälle wieder auf. In einen dieser Fälle war Agnes verwickelt. Was unbedingt geheim bleiben muss, wenn ihre Karriere, ihr guter Ruf und ihre Beziehung nicht in Gefahr geraten sollen. Aber alle Versuche, Jan von seinen Recherchen abzuhalten, scheitern. Als Agnes zufällig über eine Studie zum Thema "Manipulation von Erinnerungen" stolpert, kommt ihr eine perfide Idee: Wie wäre es, wenn jemand anders sich plötzlich genau an den damaligen Fall erinnern würde? Und diese Erinnerungen rein gar nichts mit Agnes Winkel zu tun hätten? Ein Kriminalhörspiel, das auf Forschungsergebnissen zur Erinnerungsfälschung beruht. Sandra Doedter, geb 1967, Journalistin und Autorin. Weiteres Hörspiel "Befehl ist Befehl. Leben auf einem Nazi-Internat" (Kinderhörspielpreis des MDR 2006).

Mittwoch 20:05 Uhr NDR Blue

NDR Blue In Concert

Das tägliche Radiokonzert - Heute mit The Limiñanas (1/2) Das ist die Garagenband der Stunde in Frankreich, um das Ehepaar Limiñana mit fünf zusätzlichen Musikern. Bis heute haben sie drei Alben veröffentlicht. Wir haben für Sie das Konzert von The Limiñanas im Trianon in Paris vom 29. März 2018.

Mittwoch 21:05 Uhr Deutschlandfunk

Querköpfe

Kabarett, Comedy & schräge Lieder Salzburger Stier 2020 Die deutsche Preisträgerin Sarah Bosetti Von Daniela Mayer Sarah Bosetti ist die deutsche Gewinnerin des Salzburger Stier 2020, einem der wichtigsten Kabarettpreise, vergeben von den öffentlich-rechtlichen Sendern in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol. Die Autorin und Kabarettistin veröffentlicht in Büchern, Radiokolumnen und im Netz, Texte zu gesellschaftspolitisch relevanten Themen. Die Jury des Preises sagt in ihrer Begründung: "Sie ist Feministin, obwohl sie sich wünscht, wir bräuchten keinen Feminismus mehr. Sie kommt maximal unaufgeregt daher und erntet trotzdem Hasskommentare. Sie postuliert ,Kämpfen ist Kacke" - und geht dennoch keiner Diskussion aus dem Weg." In den Querköpfen hören Sie Ausschnitte aus der Radiogala zum Salzburger Stier 2020, aufgezeichnet am 14. Mai im Deutschlandfunk, dem Gastgeber der diesjährigen Preisverleihung. In der eigentlich als öffentliche Bühnenshow konzipierten Sendung, spricht Gastgeber Martin Zingsheim im Studio mit der diesjährigen Preisträgerin und präsentiert Ausschnitte aus deren Programmen und Kolumnen. Die deutsche Preisträgerin: Sarah Bosetti

Mittwoch 22:00 Uhr MDR KULTUR

Der rote Orpheus

Von Renate Beckmann Ernst Busch war ein wandlungsfähiger Sänger. Man nannte ihn den "Barrikaden-Tauber" und den "roten Orpheus", wegen seiner politischen Bindung und wegen seiner Stimme. Er stammte aus einer Kieler Arbeiterfamilie, wo ihm die Anschauung von der Welt quasi in die Wiege gelegt wurde. Der junge Schauspieler und Sänger landete im aufregenden Berlin der zwanziger Jahre bei Erwin Piscator und seinem politisch- engagierten Theater. Bald scharten sich Autoren und Komponisten um ihn. Busch war an allen Brennpunkten dabei, sang auf den Massenversammlungen der Arbeiter wie bei den Internationalen Brigaden im Spanienkrieg. Die Nationalsozialisten hatten ihm wegen Vorbereitung zum Hochverrat den Prozess gemacht. In der Anklageschrift hieß es: "Hat durch Gesangsvorträge den Kommunismus in Europa verbreitet." So einer ließ sich natürlich nicht ohne weiteres von einem Funktionär wie Ulbricht dirigieren. Busch war der personifizierte Widerstand gegen den Dogmatismus in der Kunst, den das Politbüro verordnet hatte. Es kam zum Eklat. Die Kulturbürokratie wollte ihn totschweigen, verstaatlichte seinen Verlag "Lied der Zeit". Regie: Angelika Perl; Katrin Martin Produktion: SFB-ORB 1999 Sprecher: Werner Rehm Katja Teichmann Uta Prelle (54 Min.)

Mittwoch 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Hörspiel

Zimmerstunde. Von Marlene Streeruwitz Regie: Bernadette Sonnenbichler Mit: Heidi Ecks, Kathrin Hildebrand, Caroline Junghanns, Hedi Kriegeskotte, Christiane Roßbach Komposition: Martina Eisenreich Ton: Martin Vögele Produktion: SWR 2018 Länge: 56" "Ist das lustig, oder tut das weh?" Etwas ist passiert, früher, ein Trauma, das ein Leben lang bewältigt werden muss. Von diesem Lebenskampf erzählen fünf Frauenstimmen. Stimmen, die sich zusammenfinden und zu einer Stimme werden. Bericht über eine Selbstrettung. "Ist das lustig, oder tut das weh?" Etwas Schlimmes ist passiert, lange her und doch nicht bewältigt. Das Leben danach - eine Anstrengung. Von diesem Lebenskampf erzählen fünf Frauenstimmen, in vielen Räumen, an vielen Orten. Jede für sich allein, über den Mann, die Eltern, die Kinder, Kolleginnen, Freundinnen, Kontrahentinnen. Und von den sogenannten Zimmerstunden, dem Nebenjob in den Pausenzeiten als Hotelangestellte. Der Versuch, sich die Selbstbestimmung über ihren eigenen Körper zurück zu erarbeiten. Alle Frauen offenbaren ein Ringen um Selbstbestimmung. Die fünf Frauenfiguren fallen mehr und mehr ineinander und formieren sich schließlich zu einer Stimme, die nicht mehr fremdbestimmt sein will. Marlene Streeruwitz, geboren 1950 in Baden bei Wien, Schriftstellerin. Schreibt Romane und Hörspiele. Für ihre Romane erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt den Wiener Frauenpreis (2010), den Bremer Literaturpreis (2012) und den Franz-Nabl-Preis (2015). Bei einigen ihrer Hörspiele führte sie auch die Regie. Hörspiele: "Die Preisträgerinnen" (SWR 2012), "Die Langeweile der Brüder Testa" (SWR 2014), "Maria" (HR/SWR 2015). 2019 erschien der Roman "Flammenwand" (Longlist Deutscher Buchpreis 2019). Zimmerstunde.

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