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Samstag 06:00 Uhr MDR KULTUR

MDR KULTUR am Morgen

Aktuelle Beiträge aus Kultur, Politik und Gesellschaft, das Wort zum Tage, der Stichtag, Medienschau und Feuilleton. Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr. Außerdem die aktuellen Empfehlungen mit u.a. Buch der Woche (Di), Sachbuch der Woche (Mi), Filme der Woche (Do), und Empfehlungen fürs Wochenende (Fr) MDR KULTUR - Feature | Zum 90. Geburtstag von Uwe Johnson am 20. Juli

Samstag 09:00 Uhr MDR KULTUR

Unterwegs nach Jerichow

Die Welt des Uwe Johnson von Klaus Bellin Uwe Johnson, der am 20. Juli 1934 in Pommern geboren wurde, war in der DDR der unbekannteste deutsche Autor von Rang. Im Lauf der Jahre erschien - mit Verspätungen, Pausen und beileibe nicht vollständig - fast alles, was im westdeutschen Literaturbetrieb einen Namen hatte: Nach Böll, Walser und Lenz, Hochhuth, Anders, Koeppen und Peter Weiss sogar der Einzelgänger Arno Schmidt und der ostpreußische Querdenker Grass. Nur Johnson, der einzige, der immer wieder von deutscher Teilung erzählte, kam in den ostdeutschen Verlagsprogrammen nicht vor. Erst 1989, als das Land längst im Koma lag, erschien sein Name in den Ankündigungen des führenden belletristischen Verlages. Klaus Bellin ist Kritiker und Publizist. Nach dem Studium der Germanistik und Geschichte arbeitete er viele Jahre als Redakteur in Berlin. Er verfasste Essays und Radiofeatures, unter anderem über Gerhart Hauptmann, Kurt Tucholsky, Anna Seghers, Arnold Zweig, Peter Huchel und Uwe Johnson. 2006 erschien sein Band "Augenblicke der Literatur. Dichter zwischen Klassik und Moderne". Regie: Beate Rosch Produktion: Rundfunk der DDR 1991 (29 Min.)

Samstag 09:05 Uhr SR2 Kulturradio

FeatureZeit: Braunvieh, Ziegenmist und Bergkartoffeln

Vom Bäuerlichen Leben in den Alpen Im bayerischen Oberallgäu bewirtschaftet eine Familie ihren Bauernhof mit 25 Milchkühen. Der Alpsee liegt vor der Tür und die Berglandschaft lockt viele Touristen an. Direkt gegenüber vom Hof will die Gemeinde ein Wohngebiet mit Seepanorama erschließen, sie droht den Bauern mit Enteignung ihrer besten Weide. Doch die versuchen sich zu wehren, schließlich steht die Zukunft ihres Hofes auf dem Spiel. Im Schweizer Bergeller Tal baut ein junges Paar Esskastanien an, hält Ziegen, Schafe und Esel. Das Tal ist schroff und schmal, und die beiden betreiben eine traditionelle Landwirtschaft mit viel Handarbeit. Aber die Vorschriften der Agrar- und Umweltbehörden erreichen auch die letzten Winkel. Ihren Ziegenmist sollen sie neuerdings in einer Wanne aus Beton unterbringen. Im italienischen Veltliner Tal kultiviert ein Paar alte Sorten, die früher in den Alptälern verbreitet waren. Sie retten Kartoffeln, Buchweizen und Roggen vor dem Aussterben. Doch die Gastronomen im Tal kaufen ihr Buchweizenmehl lieber als billige Importware ein. Im Leben der Bergbauern spielen auch Naturgewalten wie Starkregen, Trockenheit und Bergrutsche eine Rolle. Die Herausforderungen wachsen angesichts der Klimaveränderungen. Die Autorin Maike Hildebrand hat die drei Höfe im Frühjahr, Sommer und Herbst besucht.

Samstag 12:04 Uhr WDR3

WDR 3 Kulturfeature

Indianerfantasien überwinden Indigene Stimmen im Museum Von Tobias Mönch Wiederholung: So. 15.04 Uhr Produktion: WDR 2024

Samstag 13:05 Uhr Bayern 2

Bayern 2 Radiofeature

Das Gedächtnis der Migrationsgesellschaft Deutschland braucht ein Migrationsmuseum. Millionen Menschen, die aus anderen Ländern gekommen sind, prägen unser Land. Trotzdem hat sich die Kulturpolitik lange nicht für das Thema Migration interessiert. Wiederholung am Sonntag, 20.03 Uhr . Zum Glück haben ein paar Intellektuelle, die Anfang der 1980er Jahre aus der Türkei ins Ruhrgebiet kamen, einfach angefangen zu sammeln: Fotos und alltagskulturelle Objekte aus der Pionierzeit der Gastarbeiterära; ordnerweise Zeitungsartikel, ein Schuhputzerkasten, ein selbstgebautes Papp-Modell des Herkunftsdorfes eines Arbeiters. "Dinosaurier-Eier" nennt Aytaç Eryýlmaz die Fundstücke. Eryýlmaz hat mit anderen zusammen den Verein Domid (heute: "Dokumentationszentrum und Museum für die Migration nach Deutschland") gegründet. Das radioFeature von Manuel Gogos erzählt, wie eine Hand voll Pioniere für ein Migrationsmuseum kämpft. Es erzählt die Geschichten der Objekte und die Geschichten der Sammler; was sie angetrieben hat und welche Problemen sie überwinden mussten. Ihre Geschichte reicht bis in die Gegenwart. Es gibt immer noch kein Migrationsmuseum in Deutschland - aber das soll sich bald ändern.

Samstag 18:00 Uhr Bremen Zwei

Feature

Geschichten und Reportagen der Bremen Zwei- und ARD-Autoren. Verlässlich recherchiert, spannend erzählt und aufwändig produziert. Ein Hörgenuss.

Samstag 18:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Feature

Anthropogen Schwarz Institutionalisierter Rassismus im Süden der USA Von Christian Lerch Regie: Hannah Georgi Mit: Larissa Breidbach, Rabea Wyrwich, Justine Hauer, Katharina Schmalenberg, Judith Jakob, Michael Che Koch und Esther Hausmann Ton: Gerd Nesgen Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2019 Länge: 54"30 (Wdh. am 21.07.2024 Deutschlandfunk, 20.05 Uhr) Wie kann man als Weißer über Rassismus sprechen? Der Autor Christian Lerch hat sich diese Frage gestellt. Er begibt sich auf eine Reise: in die Südstaaten der USA und auch zu seinem eigenen weißen Selbstverständnis. Der letzte Lynchmord des Ku-Klux-Klan ist über 40 Jahre her, der letzte Fall von Polizeigewalt gegen einen afroamerikanischen Mann oder Jugendlichen vielleicht nur wenige Tage. Zwar wurde die Rassentrennung in den USA aufgehoben und Schulen und Universitäten sind frei zugänglich. De facto besteht aber ein unterfinanziertes öffentliches Schulsystem für Afroamerikaner, während weiße Kinder private, von den Bundesstaaten subventionierte Ausbildungsstätten besuchen. Den dramatischen Folgen der Konstruktion von "Rassen" sind Afroamerikaner täglich ausgeliefert. Gesetze werden nicht ausreichen, dies zu verändern. Christian Lerch, geboren 1978 am Bodensee, ist Journalist, Feature-Autor und Hörspielregisseur sowie Redakteur beim SWR. Für seine Arbeiten erhielt er zahlreiche internationale Auszeichnungen, u.a. den Silver Award des New York Radio Festivals für "Illegale Drogen töten" (DKultur/ORF 2016), den Prix Europa für die beste europäische Radiodokumentation sowie den dokKa-Preis für "Papa, wir sind in Syrien" (RBB/WDR 2016). Lerch lebt und arbeitet abwechselnd in Berlin und Baden-Baden. Institutionalisierter Rassismus im Süden der USA Anthropogen Schwarz

Samstag 22:04 Uhr WDR5

MusikBonus

Geschichte, Stars und Tipps Die einstündige Musiksendung präsentiert am Samstagabend im Wechsel historische Features, Neuerscheinungen sowie die Favoriten der Redaktion.

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